Sehen deine Reifen schon etwas mitgenommen aus? Feine Risse in der Flanke oder ein harter Gummi sind Zeichen, dass ein Reifen spröde geworden ist. Das passiert nicht nur bei viel gefahrenen Reifen, sondern gerade auch bei solchen, die lange stehen. Hier erfährst du, woran du spröde Reifen erkennst und wie du sie vermeidest.
Was sind spröde Reifen?
Spröde (oder poröse) Reifen haben ihre Elastizität verloren. Die Gummimischung wird mit der Zeit hart und brüchig, es entstehen feine Risse. Der Reifen haftet dann schlechter, vor allem auf nasser Strasse. Das Abrollgeräusch und die Nasshaftung können erste Warnsignale sein.
Besonders betroffen sind Fahrzeuge, die lange stehen, zum Beispiel Wohnwagen, Anhänger, Oldtimer und Zweitwagen.
Woran erkennst du spröde Reifen?
- Flanke ansehen: feine Risse, ein grauer Belag oder poröse Stellen
- Profil prüfen: Risse am Grund der Profilrillen oder an den Schultern des Reifens
- Gummi anfassen: Das Gummi fühlt sich hart und nicht mehr flexibel an.
- DOT-Nummer prüfen: Das Herstellungsdatum zeigt, wie alt der Reifen ist. Wie du die Zahl liest, steht unter DOT-Nummer lesen.
Was macht Reifen spröde?
- Alter: Gummi altert auch ohne Gebrauch. Ab etwa 6 Jahren wird eine jährliche Kontrolle empfohlen, mehr dazu bei Reifenalter.
- UV-Licht und Ozon: Direkte Sonne und die Luft machen das Gummi hart.
- Wärme und Temperaturschwankungen: Sie beschleunigen die Alterung.
- Lange Standzeiten: Reifen, die lange an einer Stelle stehen, werden steif.
- Falsche Lagerung: zu warm, zu kalt oder in der Sonne
- Chemische Einflüsse: Öl, Benzin oder aggressive Reiniger
Welche Risiken haben spröde Reifen?
Spröde Reifen verlieren an Grip und Belastbarkeit. Mögliche Folgen:
- ein längerer Bremsweg, vor allem auf nasser Strasse
- weniger Sicherheit gegen Aquaplaning
- ein höheres Risiko für Reifenschäden bis zum Platzen
- unruhigeres Fahrverhalten
Fahre deshalb nicht mit spröden Reifen, besonders nicht bei Nässe oder im Winter. Rissige Reifen können ausserdem bei der MFK beanstandet werden.
So beugst du vor
- Reifen regelmässig auf Alter und Risse kontrollieren
- Bei langen Standzeiten die Räder entlasten, zum Beispiel durch Aufbocken
- Reifen kühl, dunkel und trocken lagern, nie in der prallen Sonne
- Keinen Kontakt mit Öl, Benzin oder aggressiven Reinigern
- Reifen einlagern lassen: Im Reifenhotel lagern wir vier Räder pro Saison für CHF 100.–, Waschen inklusive
Reifenzustand prüfen lassen
Komm einfach vorbei in Sursee, Sissach oder Frick/Hornussen. In der Gratis-Reifenkontrolle schauen wir uns Profiltiefe, Zustand und Alter deiner Reifen an, ohne Termin und ohne Kosten. Brauchst du neue Reifen, machen wir den Reifenwechsel ohne Termin, ab CHF 124.–. Reifen anfragen kannst du auch gleich unten online.
Häufige Fragen
Das hängt von Alter, Lagerung und Nutzung ab. Eine feste Grenze gibt es nicht. Empfohlen wird, Reifen ab 6 Jahren jährlich prüfen zu lassen und spätestens nach 10 Jahren zu ersetzen, unabhängig vom Profil.
Davon raten wir ab. Mit spröden Reifen sinken Grip und Sicherheit. Bei tiefen Rissen, Beulen oder sichtbarem Gewebe solltest du nicht weiterfahren und den Reifen sofort prüfen lassen.
Die MFK schaut sich den Zustand der Reifen an. Rissige Reifen können beanstandet werden. Ein festes Reifenalter prüft sie nicht.
Feine Risse und eine harte Oberfläche sind typisch für Alterung. Tiefe Risse, Beulen oder sichtbares Gewebe sind ein Grund, sofort in die Werkstatt zu gehen.
Ja. Reifen altern auch ohne Gebrauch, das gilt auch für das Ersatzrad.