
Was bedeutet «O bis O»?
O bis O steht für Oktober bis Ostern: In dieser Zeit fährst du mit Winterreifen. Die Regel ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber die bekannteste Merkhilfe für den Reifenwechsel in der Schweiz – auch TCS und BFU empfehlen sie.
- Oktober: Die Temperaturen fallen regelmässig unter 7 °C, erste Nachtfröste kommen.
- Ostern: Ende März oder im April steigen die Temperaturen meist stabil, Schnee wird selten.
Weil Ostern jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt, ist O bis O bewusst grob. Genauer ist die 7-Grad-Regel.
Die 7-Grad-Regel
Sobald das Thermometer über mehrere Tage dauerhaft unter etwa +7 °C bleibt, gehören Winterreifen ans Auto. Der Grund liegt in der Gummimischung: Sommerreifen werden bei Kälte hart und verlieren Haftung – auch auf trockener und nasser Strasse, nicht erst auf Schnee. Winterreifen bleiben elastisch, und ihre Lamellen verzahnen sich mit Schnee und Matsch. Das bringt bessere Traktion beim Anfahren, in Kurven und beim Bremsen.
PASSENDE LEISTUNGRäderwechsel ohne TerminWechsel, Auswuchten und RDKS in rund 40 Minuten – einfach vorbeikommen, an allen drei Standorten.Wann Winterreifen wechseln – der optimale Zeitpunkt
| Wechselrichtung | Empfohlener Zeitraum | Bedingung |
|---|---|---|
| Sommer auf Winter | Mitte Oktober bis Ende November | Dauerhaft unter +7 °C, erste Nachtfröste |
| Winter auf Sommer | Ende März bis Mitte April | Dauerhaft über +7 °C, kein Frost mehr |
In höheren Lagen im Kanton Luzern, im Baselbiet und im Aargau kann es schon Ende Oktober glatt werden. Viele unserer Kunden wechseln deshalb Mitte Oktober. Wechsle lieber eine Woche zu früh als eine zu spät – nach dem ersten Wintereinbruch ist in allen Werkstätten Hochbetrieb. Für den Frühling gilt derselbe Massstab, siehe Wann Sommerreifen wechseln.
O bis O und das Gesetz
In der Schweiz gibt es keine gesetzliche Winterreifenpflicht. Nach Art. 29 SVG muss dein Fahrzeug aber betriebssicher und den Verhältnissen entsprechend ausgerüstet sein. Wer bei Schnee oder Eis mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert:
- eine Busse,
- eine Mitschuld bei einem Unfall,
- Leistungskürzungen oder Regress der Versicherung.
O bis O ist damit die praktische Umsetzung dieser Sorgfaltspflicht. Wer im Winter nach Deutschland fährt: Dort gelten seit dem 1. Oktober 2024 nur noch Reifen mit 3PMSF-Alpine-Symbol als Winterreifen.
Worauf du beim Wechsel achten solltest
- Profil: Gesetzlich sind 1,6 mm vorgeschrieben. Für Winterreifen sind 4 mm die sinnvolle Wechselgrenze.
- Symbol: Achte auf das Alpine-Symbol auf der Flanke. M+S allein ist keine geprüfte Wintertauglichkeit.
- Alter: Das Herstellungsdatum steht im DOT-Code. Alte, harte Winterreifen greifen deutlich schlechter.
- Lagerung: Den Sommersatz kannst du bei uns im Reifenhotel sauber und trocken einlagern.
Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol sind für Wenigfahrer im Flachland eine Alternative, ersetzen bei viel Schnee aber keinen echten Winterreifen. Den Vergleich findest du unter Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen?

Häufige Fragen
Nein, es ist eine Empfehlung. Die eigentliche Pflicht ist, dass dein Fahrzeug den Verhältnissen entsprechend ausgerüstet ist.
Nicht empfehlenswert. Schon unter 7 °C verlieren Sommerreifen Grip, und ein plötzlicher Wintereinbruch kann dir Busse und Mitschuld einbringen.
Wenn es dauerhaft wärmer als etwa 7 °C ist und kein Frost mehr droht – im Mittelland meist ab Ende März, in höheren Lagen eher ab Mitte April.
Mehr Sicherheit in den kalten Morgen- und Abendstunden, weniger Verschleiss an den Sommerreifen und kürzere Wartezeiten, weil du vor dem grossen Ansturm kommst.
Komm ohne Termin vorbei in Sursee, Sissach oder Frick/Hornussen – die aktuelle Wartezeit siehst du online.
