Nur die richtige Reifengrösse passt sicher auf Felge und Fahrzeug. Sie steht als Kombination aus Zahlen und Buchstaben auf der Seitenwand des Reifens – mit Angaben in Millimetern, Prozent und Zoll. Welche Grössen für dein Auto zugelassen sind, steht in den Fahrzeugpapieren, oft auch an der B-Säule oder im Tankdeckel.

Die Beschriftung 195/65 R15 91H liest du so:
| Angabe | Bedeutung | Im Beispiel |
|---|---|---|
| 195 | Reifenbreite in mm | 195 mm |
| 65 | Querschnitt: Flankenhöhe in Prozent der Breite | 65 % |
| R | Bauart: Radialreifen | radial |
| 15 | Felgendurchmesser in Zoll | 15 Zoll |
| 91 | Tragfähigkeitsindex | 615 kg pro Reifen |
| H | Geschwindigkeitsindex | bis 210 km/h |
Reifenbreite
Die erste Zahl ist die Nennbreite des Reifens in Millimetern, gemessen von Seitenwand zu Seitenwand. Im Beispiel ist der Reifen 195 mm breit. Welche Breite auf welche Felge passt, steht unter Reifenbreite und Felgenbreite.
Querschnitt (Höhen-Breiten-Verhältnis)
Die zweite Zahl gibt die Höhe der Reifenflanke in Prozent der Breite an. Bei 195/65 ist die Flanke 65 % von 195 mm hoch, also rund 127 mm. Je kleiner die Zahl, desto flacher der Reifen – ein 205/55 hat eine Flankenhöhe von rund 113 mm.
Reifenbauart: Radial- und Diagonalreifen
Der Buchstabe nach dem Querschnitt nennt die Bauart:
- R – Radialreifen: Die Karkasslagen laufen radial, also quer zur Fahrtrichtung, und werden von Gürtellagen unter der Lauffläche stabilisiert. So federt der Reifen besser ein und bleibt in der Lauffläche stabil. Michelin brachte den Radialreifen Ende der 1940er-Jahre auf den Markt; heute ist er bei Personenwagen Standard und wird schlauchlos gefahren.
- Diagonalreifen: Die Karkasslagen laufen schräg und überkreuzt. Sie sind mit einem Bindestrich oder «D» gekennzeichnet, «B» steht für Diagonal-Gürtelreifen. Diagonalreifen findest du vor allem an Oldtimern, oft mit Schlauch, und in der Landwirtschaft.


Zoll und Felgendurchmesser
Die Zahl nach dem Bauart-Buchstaben ist der Innendurchmesser des Reifens und damit der passende Felgendurchmesser in Zoll – im Beispiel 15 Zoll, also rund 381 mm. Zusammen mit der Flankenhöhe ergibt sich der Aussendurchmesser: 381 mm + 2 × 127 mm ≈ 635 mm. Er sollte beim Wechsel auf eine andere Grösse möglichst gleich bleiben, sonst stimmen Tacho und Freigängigkeit nicht mehr.
Last- und Geschwindigkeitsindex
- Der Tragfähigkeitsindex sagt, mit wie viel Kilogramm ein Reifen beim vorgeschriebenen Luftdruck höchstens belastet werden darf – 91 steht für 615 kg.
- Der Geschwindigkeitsindex sagt, wie schnell mit dem Reifen maximal gefahren werden darf – «H» steht für 210 km/h.
Beide Werte müssen mindestens die Angaben in den Fahrzeugpapieren erreichen. Andere Grössen als die eingetragenen brauchen eine Reifenfreigabe.
Häufige Fragen
Auf der Seitenwand des Reifens, in den Fahrzeugpapieren und oft auf einem Aufkleber an der B-Säule oder im Tankdeckel.
R steht für Radialreifen, die heute übliche Bauart bei Personenwagen. Mit Durchmesser hat es nichts zu tun.
Nur eine Grösse, die für dein Fahrzeug eingetragen oder freigegeben ist. Aussendurchmesser und mögliche Alternativgrössen berechnet der Reifengrössen-Rechner.