Nach einem langen Winter zeigen sich an Alufelgen weisse Flecken, matte Stellen oder kleine Blasen im Lack. Dahinter steckt fast immer dasselbe Trio: Streusalz, Bremsstaub und Feuchtigkeit. Mit etwas Pflege bleiben deine Winterräder trotzdem jahrelang schön.
Warum Streusalz Alufelgen zusetzt
Aluminium bildet von sich aus eine schützende Oxidschicht. Gefährlich wird es dort, wo diese Schicht und der Klarlack verletzt sind – ein Steinschlag, eine Bordsteinschramme, eine poröse Stelle am Felgenhorn. Die Salzlösung dringt ein, zieht Feuchtigkeit nach und der Korrosionsprozess läuft unter dem Lack weiter.
Winterräder sind besonders exponiert: Sie stehen monatelang im Salz-Splitt-Gemisch, werden bei Kälte seltener gewaschen und trocknen schlechter ab. Dazu kommt heisser Bremsstaub, der sich in den Lack einbrennt und die Angriffsfläche vergrössert.

Erste Anzeichen erkennen
- Weisse oder graue Flecken auf der Felgenoberfläche (Aluminiumoxid)
- Blasen oder Abplatzungen im Klarlack
- Matter Glanz statt Hochglanz, besonders auf den Speichenflanken
- Rostähnliche Spuren am Felgenhorn oder rund um die Radschrauben
Je früher du reagierst, desto günstiger bleibt die Felgenreparatur. Sitzt die Korrosion erst unter dem Lack, hilft nur noch Abschleifen und Neubeschichten.
PASSENDE LEISTUNGFelgenreparatur und AufbereitungVon Smart-Repair bis Pulverbeschichtung – wir richten korrodierte Winterfelgen wieder her und lagern sie auf Wunsch ein.So reinigst du richtig
Die wirksamste Massnahme ist banal: waschen. Im Winter alle ein bis zwei Wochen, nach starken Salzstreu-Phasen und langen Autobahnfahrten eher öfter.
- Felgen mit klarem Wasser abspülen, Hochdruckreiniger mit 30 bis 40 cm Abstand führen.
- pH-neutralen Felgenreiniger auftragen und einwirken lassen – er löst Bremsstaub und Salzreste.
- Mit weichem Schwamm oder Felgenbürste arbeiten, nie mit scheuernden Mitteln.
- Gründlich abspülen und mit einem Mikrofasertuch trocknen, auch die Rückseite.
- Versiegelung oder Hartwachs auftragen – das erschwert dem Salz die Haftung.
Finger weg von stark sauren oder alkalischen Reinigern: Sie greifen den Klarlack an und beschleunigen genau das Problem, das du verhindern willst.
Alufelgen oder Stahlfelgen im Winter?
| Kriterium | Alufelgen | Stahlfelgen |
|---|---|---|
| Salzempfindlichkeit | Höher, brauchen regelmässige Pflege | Gering, sehr robust |
| Optik und Gewicht | Leicht, wertig, passend zum Fahrzeug | Funktional, schwerer |
| Pflegeaufwand | Mittel bis hoch | Sehr gering |
| Reparaturkosten | Höher, dafür meist lohnenswert | Günstig, oft Ersatz statt Reparatur |
| Empfehlung | Perfekt mit konsequenter Pflege | Ideal für Vielfahrer mit wenig Aufwand |
Ein Zweitsatz Winterkompletträder ist die einfachste Lösung: Die schönen Sommerfelgen bleiben im Trockenen, und die Winterräder sind auf Salz ausgelegt.
Vor dem Einlagern
Wasche die Räder am Saisonende gründlich, trockne sie vollständig und versiegle sie, bevor sie in den Keller wandern. Salzreste arbeiten sonst den ganzen Sommer weiter. Wie Räder richtig liegen und stehen, steht unter Reifenlagerung – oder du gibst sie zu uns ins Reifenhotel, dort werden sie gereinigt eingelagert.

Häufige Fragen
Alle 7 bis 14 Tage, nach starkem Salzstreuen und viel Autobahn eher häufiger.
Ja, aber mit mindestens 30 bis 40 cm Abstand und ohne harten Punktstrahl, sonst löst du den Lack an den Kanten.
Ja. Eine Wachs- oder Keramikversiegelung bildet eine Schutzschicht, an der Salz und Bremsstaub schlechter haften – und die nächste Wäsche geht deutlich schneller.
Sie sind unempfindlicher. Gut gepflegte Alufelgen halten im Schweizer Winter aber problemlos mit.
Mit regelmässiger Reinigung und Versiegelung 8 bis 12 Jahre und länger.